Alten- und Pflege­wohnheim

Wettbewerb: Anerkennung
Umstrukturierung eines denkmalgeschützten Klostergebäudes
Kooperation mit Aichner Seidl Architekten

Alten- und Pflegewohnheim

Ausgangssituation
Es gilt die installationsintensiven Anforderungen eines Alten- und Pflegeheimes mit höchsten medizinischen Standards mit den über Jahrhunderte gewachsenen und schützenswerten Bausubstanzen zu vereinbaren.

"Ein Spagat zwischen Denkmalschutz und zeitgenössischen Ansprüchen"

Architekten MH

Alten- und Pflegewohnheim Modell

Der historisch ältere Teil im Westen
bleibt mit marginalen Eingriffen erhalten. Die vorhandenen Räume werden von nachträglich eingebauten Sanitärblöcken und Zwischenwänden befreit und soweit möglich in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Verbindungsbrücke über dem Löwentor wird entfernt.
In diesem „alten“ Bereich werden nun ausschließlich Teile des Alten- und Pflegeheims implementiert, die mit den vorhandenen Strukturen kompatibel sind.
Der jüngere Teil des Klosters im Osten, der heute das Schülerheim beherbergt, wird dafür stärker umgeformt. Die Fassaden werden erhalten, die tragenden Strukturen soweit als möglich. Im Innenhof wird ein Gebäude in der Höhe der umliegenden bestehenden Gebäude errichtet. Eine Erweiterung des behindertengerechten und wohnlichen Pflegeheims. Im Fokus stehen eine barrierefreie Kernstruktur sowie eine wirtschaftliche Lösung.

Alten-und Pflegewohnheim mit Maedchenwohnheim Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Erdgeschoss

"Die Durchgangsachse im Osten kommt voll zur Geltung, sie lässt Öffnung zu. Es entstehen großzügige Freibereiche."

Auszug aus der Jury

Alten- und Pflegeheim mit Mädchenwohnheim Grundriss 1. Obergeschoss
1. Obergeschoss
Alten- und Pflegeheim mit Mädchenwohnheim Grundriss 2. Obergeschoss
2. Obergeschoss
Alten- und Pflegeheim mit Mädchenwohnheim Grundriss 3. Obergeschoss
3. Obergeschoss

Im Kontext des Klosterkomplexes mit seinen Türmen liegt es nahe das Mädchenheim als schlankes, turmartiges Gebäude auf einem im Gelände verschwindenden Sockelgeschoss zu errichten.
Daraus ergeben sich zwei Vorteile: Zum einen verbraucht das Gebäude als punktuelles Bauwerk wenig Grundfläche. Somit bleiben Pausenhof und Garten in ihrer Größe nahezu erhalten. Zum anderen ist der Bereich zwischen Schule und Heim nun kleinteiliger strukturiert. Es ergeben sich geschützte Bereiche und verschiedene Ausblicke, die je nach Standort, unterschiedliche Ausschnitte der Landschaft freigeben.

"Durch die Konzentration der Funktionen des Mädchenheimes in einem Solitär, entsteht ein kompakter Baukörper, der sich vom Klostergebäude und vom Bestand der Schule loslöst."

Auszug aus der Jury

Alten- und Pflegewohnheim

PROJEKTDATEN

ORT
Mühlbach / Südtirol

STATUS
Wettbewerb 2016

PROJEKTTEAM

STATIK
aichner_seidl architekten

LANDSCHAFTSARCHITEKTEN
KAUER Ingenieure

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